August 2, 2008
Auf Mikeonads.com gibt es einen interessanten Artikel, der beschreibt, wie anhand der besuchten Seiten das Geschlecht des Surfers festgestellt werden kann. Dazu werden die Daten von Quantcast genutzt. Hier gibt es detaillierte Statistiken zu den Top Seiten und deren Surferen. Der Test kann auch gleich online gemacht werden, wobei allerdings zu beachten ist, dass je nach Menge der auszuwertenden Daten der Browser bis zu mehreren Minuten lahmgelegt werden kann.
Das ganze funktioniert folgendermassen: Beim Test werden die Links der meistbesuchten U.S. Seiten (ebay, youtube, …) in einem html-Dokument in einem Frame geöffnet. Im html-Dokument befindet sich auch eine CSS-Definition für bereits besuchte und nicht besuchte Links. Der Browser ändert damit die Eigenschaften (z.B. Farbe) für die Links. Diese Farbe wird einfach per Javascript ausgewertet. Damit weiss das Script die besuchten Seiten und kann dies kombinieren mit den Daten von Quantcast. Damit lässt sich das Geschlecht des Surfers schätzen.
Das Ganze funktioniert auch serverseitig ganz ohne Javascript. Hier werden die CSS-Eigenschaften so angepasst, dass für jeden Link ein kleines Bild in Abhängigkeit besucht/nicht besucht vom Server geladen wird. Anhand des Server logs bzw. per php-Script, welches die Bilder generiert, lassen sich damit direkt vom Server aus Rückschlüsse auf den Surfer ziehen.
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Posted by stot
January 15, 2008
Ein interessanter dezentraler Ansatz zur Loadbalance wurde vom Georgia Tech Institute vorgestellt. Analog zum Bienentanz werden Anfragen an Server auf einer virtuallen ‘Tanzfläche’ dargestellt. Die Bienenstrategy zur Allokation begrenzter Ressourcen (Honig-sammelnde Bienen) in einem unvorhersagbaren und ständig veränderbarem Umfeld (Wetter, Blütezeiten) wurde auf Server angewendet. Hier sind die Ressourcen die Serverressourcen in unterschiedlichen Kontexten (Benutzeranfragen).
Der Bienentanz läuft folgendermassen ab: Scouts fliegen herum auf der Suche nach Nektar. Wenn sie etwas finden, fliegen sie zum Nest zurück und führen den Bienentanz auf (enthält Informationen über die Futterquelle). Die Honigbienen fliegen nun zur Futterquelle und ernten den Nektar. Solange Nektar dieser Futterquelle existiert, wird der Tanz weitergetanzt oder andere Bienen führen einen Tanz auf, der mehr Nektar verspricht. Dann folgen die neu herausfliegenden Bienen natürlich die reichere Futterquelle. Damit können Bienen optimal die unvorhersehbare Nektarwelt ernten. Es erlaubt das nahtlose Umschalten zwischen den Futterquellen aufgrund von Nektarschwankungen.
Übertragen auf Webserver bedeutet das eine virtuelle Tanzfläche, auf welcher eine zeitlang eine Anzeige erscheint (abhängig von Last auf dem Webserver, und der Bezahlung, die ein User hinterlassen könnte). Diese Anzeige lockt nun andere Webserver an, um diese Webseiten auszuliefern und wiederum die Anzeige aufrecht zu erhalten. Es folgt also, je attraktiver eine Anzeige ist, umso mehr Webserver liefern Seiten dieser Anzeige aus und verteilen dadurch die Last. Auf der anderen Seite wiederum wird die Anzeige schnell an Popularität verlieren, wenn keine User die Webseiten anschauen. Dieser Ansatz verbessert den Service um 4-25 Prozent.
http://www.gatech.edu/news-room/release.php?id=1605
http://www.heise.de/netze/news/meldung/99218
Kritik:
Die Tanzfläche ist zentral gesteuert. Hier ist die Frage, ob das einen Unterschied macht oder nicht.
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Posted by stot